Verlage

Die Fakultät Angewandte Linguistik kann sich einer reichen Verlagstätigkeit rühmen. Außer monographischen Veröffentlichungen, Phraseologie-, Terminologie- und Fachwörterbüchern, Wörterbüchern aus dem Bereich der Literaturwissenschaft, Hochschul- und Schulbuchern, verfasst man an der Fakultät auch zahlreiche Reihenpublikationen sowie Zeitschriften, die nicht nur hierzulande, sondern auch im Ausland großes Ansehen genießen.

Die wissenschaftliche Zeitschrift Angewandte Linguistik (Lingwistyka Stosowana) (unter der Redaktionvon Prof. Sambor Grucza) begann im Jahre 2009 zu erschienen.Allerdings reicht ihre Geschichte viel weiterzurück. Ihr Vorgänger war nämlich an der Fakultätherausgegebener Glottodidaktischer Überblick (Przeglad Glottodydaktyczny), der im Jahre 1978 auf Anregung vonProf. Franciszek Grucza ins Leben gerufen wurde. DiesesPeriodikum war allen konstitutiven Bereichen der angewandtenLinguistik sensu largo gewidmet. In der Zeitschriftwerden Überlegungen und Forschungsergebnisseveröffentlicht, u.a. aus dem Bereich der Glottodidaktik,der Translatorik (darunter auch der Translationsdidaktik),der applikativ orientierten Text- und Diskursanalyse,Studien zur Fachkommunikation, sowie Studien ausdem Bereich der Soziolinguistik, der interkulturellenKommunikation, der Korpus- und Computerlinguistik.Die in der Zeitschrift Angewandte Linguistik publiziertenwissenschaftlichen Erwägungen, beziehen sich genausoauf Gemein-, wie auch auf Fachsprachen.

Eine weitere erwähnenswerte Publikationsreihe, welche die Errungenschaften des gesamten wissenschaftlichen Umfelds des Instituts für Anthropozentrische Linguistik und Kulturologie bekannt machen soll heißt Sprachen – Kulturen – Texte – Wissen (Jezyki – Kultury – Teksty – Wiedza). Die hier präsentierten Arbeiten setzen sich mit der Frage der Fachsprachen und Fachkulturen auseinander – dabei wird nicht nur das Problem ihrer Natur und Struktur, sondern auch ihre Rolle im Bereich der Textbildung und des Ausdrucks des Wissens, insbesondere des Fachwissens, erörtert. Herausgeber dieser Publikationsreihe sind anerkannte polnische Linguisten: Prof. Franciszek Grucza und Prof. Jerzy Lukszyn.

Ab 2001 werden regelmäßig weitere Bande aus der Serie Fachsprachen (Jezyki Specjalistyczne) unter der Redaktion von Prof. Jerzy Lukszyn herausgegeben. Die Thematik der Zeitschrift konzentriert sich vor allem auf die Probleme der Technolinguistik, u.a. die Spezifik der Sprachen und Fachtexte (linguistische Typologie der Fachtexte, technolektale Universalien, diskursive Einheiten der einzelnen Technolekttypen, Textmodule als Form der Präsentation eines entsprechenden kognitiven Stils, konzeptuelle Struktur des terminologischen Lexikons und viele andere Fragestellungen), die Prozesse der Fachtextbildung, sowie ihrer Analyse unter dem Gesichtspunkt der Translatorik, der Glottodidaktik sowie Lexikographie. Die letzten Bande haben diese Thematik auch um interkulturelle Kontexte erweitert.

Die nächste Publikationsreihe, welche vom Institut für Fachsprachen eingeleitet wurde und ab 2009 erscheint, ist Fachliche Kommunikation (Komunikacja Specjalistyczna). Es ist eine Zeitschrift, die sich thematisch überwiegend auf die Probleme der Spezifik der Fachkommunikation, auf lexikalische und terminologische Probleme, auf Probleme der Fachsprachendidaktik sowie der Translationsdidaktik der Fachtexte und Translation der Fachtexte konzentriert. Von der oben erwähnten Publikationsreihe des Instituts unterscheidet sich diese durch eine „lockere“ Form. Außer Abhandlungen präsentiert sie kurze Artikel (auch alternative Auffassung der Forschungsthemen – Teil Varia), Rezensionen, Biographien von Wissenschaftlern, Ansagen von künftigen Konferenzen sowie Berichte über Seminare und wissenschaftliche Konferenzen. Publiziert werden auch wissenschaftliche Berichte der Studenten- und Doktorandenkreise sowie anderer wissenschaftlicher Einrichtungen.

Eine besondere Aufmerksamkeit sollte man der dreibändigen Jubiläumsreihe des Instituts für Fachsprachen unter der Redaktion von Prof. Jerzy Lukszyn schenken. Im ersten Band wurden Arbeiten der Studenten und Doktoranden des Instituts publiziert. Der zweite Band fasst Forschungen der Doktoren zusammen und beinhaltet Artikel, in denen Forschungsgegenstande der am Institut abgeschlossenen Dissertationen kurz beschrieben wurden. Der dritte Band präsentiert wiederum Texte der Wissenschaftler, deren Tätigkeit nicht nur theoretische Basis des Instituts bildete, sondern auch den Charakter der Forschungen, die von seinen Mitgliedern eingeleitet wurden, beschreibt. Die Thematik des Bandes deckt sich mit den am Institut geführten Forschungen, die sich von Natur aus mit den Fachsprachen als Träger und Generator des Fachwissens befassen.

Einzigartig ist eine Reihe, die vom Forschungskreis BAJT veröffentlicht wird – diese Reihe heißt Wissenschaftliche Debüts (Debiuty Naukowe). Im Rahmen dieser Publikation werden Ergebnisse der Arbeiten der Forscher dargelegt, die ihren wissenschaftlichen Weg gerade erst beginnen: Studenten, Mitglieder der Forschungskreise, Doktoranden. Die Thematik der veröffentlichten Arbeiten deckt sich mit den am Instituts für Fachsprachen eingeschlagenen sowie am Institut für Anthropozentrische Linguistik und Kulturologie bereits fortgesetzten Forschungsrichtungen und umfasst u.a. folgende Probleme: Technolinguistik, Terminologie, Terminographie, Korpuslinguistik, Translatorik und Glottodidaktik. Bemerkenswert sind terminographische Produkte, die als Ergebnis der Projekte des Forschungskreises BAJT herausgegeben wurden. Zu diesen gehören u.a.: drei Terminologiewörterbücher, die im Rahmen der drei ersten Bande von den „Wissenschaftlichen Debüts“ publiziert wurden (d.h. „Studentisches Kontextwörterbuch“ [„Studencki Slownik Kontekstowy“], „Studentisches Wörterbuch der Terminoelemente“ [„Studencki Slownik Terminoelementow“] und „Studentisches Kollokationswörterbuch“ [„Studencki Slownik Kolokacji“].

Das Institut für Russizistik veröffentlicht Studia Rossica. Im Rahmen dieser Publikationsreihe erscheinennicht nur Artikel der Forschungsgruppen, Konferenzmaterialienoder Habilitationsarbeiten, sondern auch Rezensionen,Neuigkeiten und Informationen zu inländischenoder ausländischen Russizistikkreisen. Man kann hierArbeiten der Russizisten, aber auch Arbeiten andererSlawisten – Polonisten, Russland-Historiker, Anthropologenund Kultursoziologen – finden.

Acta Albaruthenica ist eine wissenschaftliche Zeitschrift, die ab 1998 unter Mitwirkung vom Institut für Weißruthenistik herausgegeben wird. Seit vier Jahren wird diese Zeitschrift als Jahrbuch vom Lehrstuhl redigiert und herausgegeben. Wissenschaftliche Redaktoren sind Professoren Mikolaj Chaustowicz und Mikolaj Timoszuk. Acta Albaruthenica ist ein weißruthenisches Periodikum, in dem Artikel aus dem Bereich der Weißruthenistik sensu largo und der polnisch-weisrussischen kulturellen, sprachlichen und sozial-historischen Beziehungen (im Rahmen der Hauptbereiche: Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte) sowie Rezensionen von den neuesten Veröffentlichungen über Weisrussland publiziert werden. In Acta Albaruthenica erscheinen Texte von hervorragenden Spezialisten, und zwar nicht nur aus Polen und Weisrussland, sondern auch aus anderen Ländern wie Großbritannien, den USA, Litauen oder Slowakei. Über Jahre war Acta Albaruthenica die einzige weißruthenische wissenschaftliche Zeitschrift in Polen. Heute, neben Lubliner Weißruthenischen Studien (Studia Bialorutenistyczne) bilden sie den Kern der Periodika über Weisrussland in unserem Land. Die Warschauer Ukrainistischen Hefte werden ab 1989 herausgegeben. Damals erschien der erste Band, welcher der Tausendjahrfeier der Taufe der Kiewer Rus gewidmet wurde. Dieses Jahrbuch leitete systematische Studien ein – Studien über Literatur, Sprache, Kirche, Religion, Sakralkultur, nationales Bewusstsein, politisches und philosophisch-soziales Denken in der Ukraine sowie über die Geschichte der polnisch-ukrainischen Beziehungen, über die Rolle der hervorragenden Persönlichkeiten, der anerkannten Institutionen, über bahnbrechende Ereignisse und kulturelle polnisch-ukrainische Grenzgebiete. Die Warschauer Ukrainistischen Hefte spielen eine wichtige Rolle für die Integration der ukrainistischen Forschungen in Polen und bilden einen aktivierenden Faktor für die internationale Zusammenarbeit der Ukrainisten, insbesondere für die polnischukrainische Zusammenarbeit in, für beide Volker so wichtigen, Bereichen wie wissenschaftliche Forschungen über gemeinsames Kulturerbe, unsere historischen Wege und Abwege, Geschichte der Konflikte und Probleme der Gegenwart.